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Jede Bestellung ist eine Gelegenheit, mehr über Ihre Kunden zu erfahren. Doch es gibt einen Zielkonflikt: Jedes zusätzliche Feld im Checkout erzeugt Reibung und kann die Konversionsrate senken. Dieser Leitfaden hilft Ihnen zu entscheiden, welche Daten Sie wann erfassen.

Der Zielkonflikt zwischen Reibung und Wert

Die goldene Regel: Fragen Sie nur nach Informationen, die Sie tatsächlich nutzen werden. Jedes zusätzliche Feld erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde seine Bestellung abbricht.
Studien zeigen, dass die Reduzierung von Formularfeldern von 4 auf 3 die Konversionen um bis zu 50 % erhöhen kann. Aber die richtigen Daten können weit mehr wert sein als ein paar verlorene Bestellungen – wenn Sie sie wirkungsvoll einsetzen. Der Schlüssel liegt darin, das richtige Gleichgewicht für Ihr Unternehmen zu finden.

Verfügbare Datenfelder

Kontaktinformationen

E-Mail-Einstellungen

  • Erforderlich – Der Kunde muss eine E-Mail eingeben, um die Bestellung abzuschließen
  • Optional – Das Feld wird angezeigt, aber nicht verpflichtend („optional”-Hinweis)
  • Deaktiviert – Das Feld ist vollständig ausgeblendet
Selbst wenn optional, geben die meisten Kunden ihre E-Mail-Adresse an. Der Hinweis „optional” reduziert den Druck und erfasst dennoch Daten williger Kunden.

Telefonnummer-Einstellungen

  • Erforderlich – Es muss eine Telefonnummer eingegeben werden
  • Optional – Das Feld wird angezeigt, aber nicht verpflichtend
  • Validiert – Es muss eine gültige Telefonnummer mit Ländercode-Verifizierung eingegeben werden
  • Deaktiviert – Das Feld ist ausgeblendet
Die Telefonvalidierung stellt sicher, dass Sie echte, korrekt formatierte Nummern erhalten – entscheidend für die Lieferkoordination und SMS-Marketing.

Marketing-Einwilligung

Opt-in-Kontrollkästchen

Fügen Sie ein anpassbares Kontrollkästchen für die Marketing-Einwilligung im Checkout hinzu:
  • Individueller Text – Formulieren Sie Ihren eigenen Opt-in-Text (z. B. „Senden Sie mir exklusive Angebote und Updates”)
  • Vorausgewählt – Legen Sie fest, ob das Kontrollkästchen aktiviert oder deaktiviert startet
DSGVO-Konformität: In UK und der EU dürfen Kontrollkästchen zur Marketing-Einwilligung nicht vorausgewählt sein. Kunden müssen aktiv zustimmen. Prüfen Sie die lokalen Vorschriften für Ihren Markt.

Was Sie mit Einwilligung tun können

Wenn Kunden zustimmen, können Sie:
  • Werbe-E-Mails und SMS-Kampagnen versenden
  • Angebote und neue Menüartikel teilen
  • Nach Bestellungen um Bewertungen bitten
  • Engagement für Ihr Treueprogramm aufbauen
  • Personalisierte Angebote per Retargeting ausspielen

Attributionsdaten

storekit erfasst automatisch Marketing-Attributionen, wenn Kunden Ihren Laden erreichen:

UTM-Parameter

Klick-IDs von Werbeplattformen

Automatisch erfasst für das Konversions-Tracking:
  • gclid – Google Ads
  • fbclid – Meta (Facebook/Instagram) Ads
  • ttclid – TikTok Ads
  • msclkid – Microsoft/Bing Ads
  • li_fat_id – LinkedIn Ads

First-Touch vs. Last-Touch

storekit erfasst beides:
  • First-Touch – Wie der Kunde Sie zuerst entdeckt hat
  • Last-Touch – Was ihn zur Bestellung zurückgebracht hat
Diese Daten helfen Ihnen zu verstehen, welche Marketingkanäle die Entdeckung und welche die Konversion antreiben.

Empfohlene Konfigurationen

Läden für Lieferung & Abholung

Für die meisten Takeaway- und Lieferbetriebe:

Dine-in / Pay at Table

Für Vor-Ort-Bestellungen, bei denen Geschwindigkeit entscheidend ist:

B2B / Catering

Für Firmenkunden und Großbestellungen:

Daten nutzen

In storekit

  • Kundendetails auf jeder Bestellung ansehen
  • Kundendaten für Analysen exportieren
  • Marketing-Attribution auf Bestellungen einsehen
  • Bestellungen nach Kunden filtern

Integrationen

Verbinden Sie Ihre Kundendaten mit:
  • E-Mail-Plattformen (Mailchimp, Klaviyo) für Kampagnen
  • SMS-Anbietern für Textmarketing
  • CRM-Systemen für die Kundenverwaltung
  • Analytics-Tools für Attributions-Reporting

Datenaufbewahrung

Kundendaten werden sicher gespeichert und gemäß Ihren Aufbewahrungseinstellungen vorgehalten. Kunden können die Löschung ihrer Daten gemäß DSGVO/Datenschutzvorschriften verlangen.

Best Practices

Minimal starten

Starten Sie mit wenigen Feldern und erweitern Sie, sobald Sie wissen, was Sie nutzen werden.

E-Mail optional machen

Die meisten Kunden geben sie trotzdem an, aber der Hinweis „optional” nimmt Druck.

Telefonnummern validieren

Ungültige Nummern sind nutzlos. Die Validierung stellt sicher, dass Sie Kunden auch erreichen können.

Opt-in-Text anpassen

Ein generisches „Newsletter abonnieren” konvertiert schlechter als konkrete Nutzenversprechen.

Wirkung messen

Beobachten Sie diese Kennzahlen, wenn Sie Ihre Datenerfassung anpassen:
  • Checkout-Konversionsrate – Führen zusätzliche Felder zu weniger Abschlüssen?
  • Opt-in-Rate – Welcher Anteil stimmt Marketing zu?
  • E-Mail-Erfassungsrate – Wie viele Bestellungen enthalten E-Mail-Adressen?
  • Bestellwert nach Datenvollständigkeit – Geben Kunden mit vollständigen Profilen mehr aus?
Testen Sie Änderungen schrittweise. Passen Sie ein Feld nach dem anderen an und messen Sie die Auswirkungen über mindestens 100 Bestellungen, bevor Sie entscheiden.